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Unsere Gepanzerten


In unseren Anlagen werden verschiedene Arten land- und wasserbewohnender Schildkröten gepflegt und gezüchtet. Die allermeisten Tiere sind als Asylsuchende zu uns gekommen, wurden behördlich beschlagnahmt und leben nun seit Jahren in unserer Obhut. Deswegen ist es uns im Regelfalle nicht möglich, dem Wunsch nach erwachsenen Tieren nachzukommen - sie sind, von Ausnahmen abgesehen, Eigentum der Bundesrepublik Deutschland.

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Halsberger und Halswender

Nein, es geht nicht um Wendehälse - die gehören zur Klasse der Vögel - sondern um eine Gruppe von Schildkröten, deren Gestaltwandel im Laufe der Jahrmillionen dazu geführt hat, daß sie ihre Weichteile, speziell ihren langen Hals mit dem Kopf, nicht mehr vollständig in den schützenden Panzer einziehen - verbergen, darum Halsberger - können. Die Evolution hat diese Tieren zu Spezialisten im Nahrungserwerb gemacht und ihnen dazu einen extrem langen, dehnfähigen und enorm bemuskelten, großvolumigen Hals wachsen lassen. Bei uns lebt derzeit nur noch ein Exemplar der Gruppe der Halswender, eine Fransenschildkröte, besser bekannt als Matamata. Es ist ein erwachsenes Männchen, dessen gleichgeschlechtlichen, deutlich größer gewachsenen Artgenossen wir vor mehr als 15 Jahren an einen anderen Züchter mit optimalen Haltungsbedingungen im Süddeutschen Raum verkauft haben. Damit war freilich auch unser langgehegter Wunsch nach Mata-Schlüpflingen vom Tisch.

Zugleich ist auch gesagt, daß alle anderen bei uns lebenden Schildkröten zu den Halsbergern gerechnet werden; sie ziehen also ihren +/- langen Hals samt dem Kopf vollständig unter ihren Panzer und verschließen die verbleibenden Öffnungen mit ihren bewehrten Vorderbeinen. So halten es auch die Kreuzbrustschildkröten, deren Bauchpanzer, das Plastron, bis auf einen geringen Rest stark zurückgebildet ist. Das bedeutet für diese Arten keinen Nachteil, da sie zu den enorm wehrhaften, als gefährlich eingestuften und mit Handels-, Zucht- und privatem Haltungsverbot belegten Arten gerechnet werden. Das reduzierte Plastron verschafft diesen Tieren eine ungeahnte Beweglichkeit wie sie sonst nicht möglich wäre. Im Normalfalle leben diese Arten am Grunde ruhigerer Fließgewässer. Ihr gewaltiger Carapax schützt sie gegen eventuelle Angriffe von oben, ihre im Ernstfalle unvorstellbare Behendigkeit und die sprichwörtliche, geradezu explodierende Angriffswut ist für erwachsene Exemplare von 10 und wesentlich mehr kg Körpergewicht die denkbar beste Lebensversicherung vor natürlichen Angreifern deren Unbedarftheit nicht selten zu deren schnellem Tode führt. Die "Bewaffnung" dieser Spezialisten besteht neben den rasiermesserscharfen Hornschneiden des Schnabels mit seiner gewaltigen Kiefermuskulatur in den nicht minder gefährlichen und stets scharf geschliffenen massigen Krallen an allen vier Extremitäten. Es gibt zwei Arten dieser interessanten Alligatorschildkröten, welche ganz unterschiedliche Lebensgewohnheiten entwickelt haben. Wir pflegen seit Jahrzehnten eine männliche Schnappschildkröte, die mit schwersten Verletzungen als Patient zu uns gelangte.


Es folgen weitere Informationen . . .

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