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Unsere Landschildkröten



Hermanni juv. Europäische Landschildkröten

Das Foto zeigt ein Jungtier im 3. Lebensjahr der Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni), welche in mehreren Unterarten und geographischen Rassen ein weites Verbreitungsgebiet bewohnt. Wir züchten seit Jahrzehnten diese Art in unseren geräumigen Freianlagen. Das Foto erlaubt keine unterartliche Zuordnung! Die anderen europ. Arten Maurische (T. graeca) und Breitrandschildkröte (T. marginata) pflegen wir derzeit nicht.
Eine weitere Species in unserer Haltung wird sehr oft fälschlich als "Griechische" angesprochen, was aber in keinster Weise zutreffend ist. Vielmehr handelt es sich dabei um die von Liebhabern und Kennern kurz als "Russen" bezeichnete Steppenschildkröte, welche sich grundsätzlich durch andere Ansprüche, die ihren natürlichen Lebensbedingungen entsprechen, von den Europ. Landschildkröten unterscheidet.


Horsfieldii juv. Steppenschildkröten

Diese Bezeichnung setzt eine deutliche Abgrenzung zu den anderen terrestrischen Schildkröten, was sich auch im wissenschaftlichen Namen widerspiegelt: Agrionemys horsfieldii. Die weit verbreiteten horsfieldii Unterarten werden im deutschen Sprachgebrauch regulär auch als Vierzehenschildkröten bezeichnet was aber für Verwirrung sorgen kann! Mit "Vierzehen" sind in Wirklichkeit die "Fingernägel" gemeint! Steppenschildkröten haben normal nur 4 Nägel an jedem Vorderbein wohingegen Europ. Landschildkröten fast immer 5 "Fingernägel" tragen - aber eben nur fast! So kommen hin und wieder auch Exemplare mit nur 4 real vorhandenen - nicht etwa abgewetzten - Krallen an den Vorderbeinen sowohl in Nachzuchten als auch in freier Wildbahn vor. Es handelt sich bei den Wildtieren ganz sicher um reinblütige Exemplare da eine Bastardierung mit Steppenschildkröten in der Natur ausgeschlossen ist. In Menschenobhut hat es erfolgreiche Bastardierungen gegeben - über deren Vitalität ist uns aber nichts bekannt. Will man genaueres erfahren, dann ist das nur über entsprechende Züchtervereinigungen bzw. seriöse, wissenschaftliche Publikationen möglich. Das Foto  des Schlüpflings entstand nach der "Entfaltung", also am Tag 2 nach Verlassen des Eies. Grundsätzlich muß darauf hingewiesen werden, daß Steppenschildkröten deutlich heikler in der Pflege sind, da sie an unser mitteleuropäisches Klima nur schlecht angepaßt sind.

Wir züchten seit vielen Jahrzehnten diese beiden Arten in unseren Freianlagen, was auf Grund der unsteten Witterung und exorbitant gestiegener Strompreise zunehmend eine enorme finanzielle Belastung darstellt welche alleine durch den Verkauf der Nachzuchten nicht mehr kompensierbar ist. Einen Ausweg böte die gezielte Massenvermehrung, die mit unseren Grundsätzen aber unvereinbar ist und bleibt.

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