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Wie wir auf den Hund gekommen sind...

Nein, es war keine Schnapsidee, Hunde haben als solche in unserem Leben schon immer eine +/- große Rolle gespielt. In der Hauptsache handelte es sich dabei um den allbekannten Deutschen Schäferhund, den Altdeutschen Schäferhund und den als Landseer bezeichneten schwarz-weißen Neufundländer. Letztgenanntes Tier, eine Hündin, sollte schon vor Jahrzehnten eine Zucht begründen. Auf Ausstellungen der damaligen Sektion Dienst- und Gebrauchshunde im VKSK erreichte sie bei starker Konkurrenz "Sehr Gut" - wer sich ein wenig auskennt weiß, daß das zu höheren Weihen nicht ausreicht aber dennoch ein tadellos zuchtfähiges Tier bescheinigt. Leider würdigte diese liebe Hündin nicht den Aufwand, welchen wir auch für sie auf uns nahmen und selbst eine Woche Pension beim Rüden einer befreundeten Züchterfamilie brachte keinen Erfolg. Dabei hatten wir schon Vorbestellungen!

Es war in der Situation kein Trost für uns, daß ein anderer Zuchtfreund mit seiner stets als "Vorzüglich" bewerteten Hündin - die mit unserer verwandt war - ebensowenig Erfolg bzgl. Nachzucht hatte. Seine Hündin siegte zwar regelmäßig in allen Klassen in denen sie antrat, aber eine Trächtigkeit stellte sich auch nicht ein. So kann es halt gehen, denn Tiere sind nunmal keine Maschinen und haben ein eigenes Empfinden was über den bloßen Geschlechtstrieb weit hinaus geht. Ohne jemals schwanger geworden zu sein, bildete sich eine operable Geschwulst in der Gebärmutter, nach deren Entfernung das Tier noch einige Jahre bei uns lebte. Schließlich starb sie an akutem Nierenversagen im 13. Lebensjahr. Wir werden sie nie vergessen.

Nicht lange danach quartierte sich bei uns ein "Wirtschaftsflüchtling", vermutlich polnischer Abstammung, ein. Ein bedauernswertes Geschöpf, ein Mischlingshündchen, irgendwo zwischen Pinscher und Dackel angesiedelt, keinerlei Orientierungssinn besitzend und völlig verstört. Wir nahmen sie auf. Naja, genauer gesagt Frau nahm sie auf und ich fügte mich darein ;-) Diese kleine Hündin sollte nicht lange alleine sein. Sie bekam Gesellschaft durch einen Welpen, der noch nichteinmal richtig futterfest war! Vermutlich im Alter von 5, höchstens 6 Wochen in Polen für ein paar Groschen durch dumme und gewissenlose Menschen gekauft und als sich herausstellte, daß das Tierchen noch ziemlich undicht ist, kaltschnäuzig auf die Straße geworfen. War ja billig, Wegwerfware eben! Diese Bonsaidogge lebte danach runde 17 Jahre bei uns, ehe sie einem wiederholten, nun inoperablen Tumor zum Opfer fiel. An den Folgen eines Mamakarzinoms verstarb auch die  erste zugelaufene Hündin nach mehr als 16 Jahren in unserem Hause. Überhaupt sind Tumorerkrankungen die wohl häufigste Todesursache; Rattenliebhabern ist dieses Thema ja nur zu gut bekannt denn grundsätzlich sind alle Nagetierarten prädestiniert wie keine andere Familie an Krebs zu erkranken. Allerdings zumeist in für unsere Begriffe eher jungen Jahren. Die Ursachen sind nicht ganz klar, es darf aber angenommen werden, daß bei Lebewesen im höheren Alter eine Fehlfunktion zur übermäßigen Bildung von Krebszellen führt. Insofern ist das zwar traurig für Tier und Halter doch man sollte es nicht dramatisieren sondern anerkennen, daß die biologische Uhr des jeweiligen Organismus nun abgelaufen ist. Das gilt ganz besonders für Wildtiere in Menschenhand, die unter optimalen Bedingungen ein Lebensalter erreichen, welches die natürliche Lebenserwartung bei weitem übersteigt. An einem gewissen Punkt ist der Mensch dann in der Pflicht, eine letzte, schmerzliche Entscheidung zu treffen. Wann dieser Punkt erreicht ist, muß man durch objektive Beobachtung feststellen, ohne sich von puren Äußerlichkeiten leiten zu lassen. Die Euthanasie wird für alle Beteiligten zur Erlösung.

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Die mehr als 17 Jahre mit den zwei kleinen Kostgängern haben bei uns nachhaltig eine Erkenntnis reifen lassen: Auch kleine Hunde haben Vorzüge und machen Freude!
Da muß man als langjähriger Halter normalgroßer Rassen  erst mal drauf kommen. Bei uns war schnell klar, daß wir etwas kleines, wuscheliges, anschmiegsames aber dennoch robustes haben wollen. "Es" muß sich selbstverständlich auch mit unseren anderen Tieren vergesellschaften lassen - eine Forderung, die man nur mit einem Welpen wirklich richtig umzusetzen eine Chance hat. Und es sollte nicht haaren und auch kein Kläffer sein. Mit unserem langjährig befreundeten Veterinär sprachen wir unsere Vorstellungen durch und einiges was uns eigentlich gefallen hätte, konnte er uns erfolgreich "ausreden". Es konzentrierte sich schließlich alles auf Bolonka Zwetna!
Was danach kam, werden wohl viele Tierfreunde ebenso erlebt haben: Die Suche nach Annoncen in der Tagespresse, die Recherche im Internet und der Schock über so manche Preisangaben und noch mehr über etwas eigenartig anmutende Freundlichkeiten von "Züchtern" die das uneigennützige Angebot unterbreiten, den gewünschten Hund direkt zur Autobahnabfahrt zu bringen. Wer bei solcher Offerte schwach wird, hat schon verloren! Wir hatten zwar auch weiche Knie, der "günstige" Preis lockte doch sehr - letztlich blieben wir standhaft. Wer sagt denn, daß das Foto im Web tatsächlich von dem angebotenen Tier stammt? Wer garantiert, daß sich das Tier so entwickelt wie wir uns das vorstellen, daß es gesund ist und dem Rassestandard entspricht? Wer weiß, ob der freundliche "Züchter" nicht "versehentlich" die Papiere zu Hause vergessen hat - ja klar, er wird sie mit der Post nachsenden! Alles das geht einem dann durch den Kopf, besonders wenn man wenigstens einen authentischen Fall persönlich kennt, bei dem sich so die "Papiere" als ein schnöder Impfausweis, mehr nicht, erwiesen haben. Das sollte uns nicht widerfahren - wir haben bei einem Züchter, keine 100 km von uns entfernt, einen Besuchstermin vereinbart, nur mit der Maßgabe uns über die Rasse selbst und das Procedere drumherum genauestens zu informieren. Der Zufall wollte es, daß justament zu unserem Termin ein wenige Tage alter Wurf vorhanden war. Leider nicht mit einem Welpen der farblich unseren Vorstellungen entsprochen hätte bzw. nicht schon reserviert war. Das war unsere erste Begegnung mit einem Bolonkarudel - die Offenheit und freundliche Neugier der Hündinnen hat uns sofort nachhaltig begeistert; wäre es noch unklar gewesen, ab diesem Punkt gab es für uns keine Alternativen mehr. Also schon sowas wie Liebe auf den ersten Blick! In der Folgezeit waren wir mindestens wöchentlich an 1 bis 2 Tagen zu Besuch bei der Züchterfamilie, naja, eigentlich bei deren Hunden :-) Einer aus dem letzten Wurf sollte bald uns gehören, eine Hündin natürlich, denn auch wir wollten wieder einmal Welpen aufwachsen sehen, diesesmal eben Bolonkas. Und etwas war ganz entscheidend: Die Seriosität der Züchterfamilie ließ bei uns keine Bedenken oder gar Ängste aufkommen, im Gegenteil, wir haben vom ersten Kennenlernen an sofort Vertrauen zu diesen uns bis dahin vollkommen fremden Menschen geschöpft und wurden nicht enttäuscht; von ihnen nicht und nicht von ihren Hunden!

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