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РУССКАЯ  ЦВЕТНАЯ  БОЛОНКА
(RUSSKAJA ZWETNAJA BOLONKA = Russisches farbiges Schoßhündchen)
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Bolonka zwetna* - Steckbrief

Deutsche Übersetzung:
Farbiges Schoßhündchen
Bekannte Synonyme:
Palast- oder Zarenhündchen
Rasseursprung:
Zuchtlinie des Bolonka Franzuska
Verbreitung:
Sowjetunion, ab den 80-ern in der DDR
Planzucht:
ab 1951 in Leningrad, dann ab 73 in Moskau
Gewicht:
erwünscht sind 3,0 - 4,0 kg, niemals unter 2,5 kg
Größe:
Widerristhöhe optimal 24 - 26 cm, nicht über 28 cm
Fell:
lang, seidig, groß gelockt, scheitelfrei, gute Unterwolle
Farbe:
jede außer Weiß & gescheckt, kleine Flecke toleriert
Rute:
hoch gebogen mit Spitze seitlich auf dem Rücken
Wesen:
ruhig, offen, freundlich, gutmütig, lernfreudig
Aktivität:
wandert ohne weiteres 20 km am Stück
Profession:
idealer Familien- und Therapiehund
Besonderheit:
für Allergiker bedingt geeignet
Lebenserwartung:
15 Jahre durchaus möglich

*) Bolonka Zwetna ist die offizielle, seit 2011 vom VDH anerkannte Rassebezeichnung.
Danke an Annette Bonnefoux, die mich auf ein paar Fehler hingewiesen hat!
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Mascha-8-Monate
Mascha 8 Monaten alt, geschnitten

Warum gerade Bolonka Zwetnas, die aus Rußland stammenden kleinen Fellkugeln? Warum gerade dieses Bier und kein anderes, diese Automarke und und und? Jede Entscheidung für oder gegen etwas ist neben einer unbedingten Rationalität auch stark emotional. Die Entscheidung für einen Kleinhund ist somit auch durchaus eine Entscheidung gegen eine große Rasse wobei neben objektiven Gründen auch so etwas wie Liebe auf den Ersten Blick den Ausschlag geben mag. Objektive Gründe sind z. B. die, daß kleine Hunde leichter überall hin mitgenommen werden können als große Rassen. Für die Bolonkas spricht, daß sie nicht haaren, da sie keinen Fellwechsel von Sommer zu Winter durchmachen. Keine Sonne ohne Schatten: Sie vertragen Kälte, nässen aber am Bauch leicht durch und frieren dann, müssen also bei naßkaltem Wetter eine Schutzbekleidung tragen. Ich gestehe freimütig, mich in früheren Jahren stets über solche "angehosten" Hunde und deren Besitzer lustig gemacht zu haben. Aus Dummheit! Ich wußte es nicht besser. . .
Für Bolonkas spricht auch, daß sie keine Kläffer sind, wenigstens nicht rassetypisch! Doch was das schönste ist, das sagt ihr deutscher Name: Farbiges Schoßhündchen. Es gibt keine zwei identisch aussehenden Tiere und noch lustiger ist, daß die Fellfarbe im Verlaufe des Lebens mehrfach wechseln kann. Bolonka Zwetnas gibt es neben Lackschwarz und Schoko in allen Farben und Schattierungen, ausgenommen in Weiß! Der Gesamtanteil weißer Partien durfte nach dem 97-er Standard 20% der Körperfläche nicht überschreiten! Der aktuelle Standard erlaubt nur noch kleine Abzeichen an Brust und Zehen. Wie alle Hunde, können auch Bolonkas nicht alleine spielen, so wie das für Katzen typisch ist. Einen Hundewelpen über Stunden alleine zu lassen ist nicht nur nicht artgerecht, es erfüllt den Tatbestand der Tierquälerei. Bollis lernen sehr schnell und gerne, wie wohl alle Nesthocker durch Beobachten der Mutter, wobei diese auch schon mal richtig zur Sache geht wenn der Kleine nicht so will wie er soll. Wo die Mutter fehlt, muß eine Amme bzw. der Mensch diese Rolle ausfüllen und das dann auch lebenslang! Am einfachsten lernt es sich mittels der sogenannten "Geschmacksreiz-Methode". Dabei gilt es, nur solche Verhaltensweisen zu fordern und zu fördern, die dem jeweiligen Tier auch angemessen sind, die seiner Biologie entsprechen. Ausnahmen gibt es dabei im Bereich Dienst- und Gebrauchshunde, besonders Rettungshunde. Das betrifft aber durchweg große Rassen! Ein kleines Beispiel, wie man bei konsequenter Ausnutzung des fantastischen Riechorgans eine gewünschte Handlungsweise - hier das Suchen nach verdeckten Gegenständen - mit dem betreffenden akustischen oder optischen Kommando unter Ausnutzung der Freßgier verbindet; optische Kommandos sind den akustischen oftmals überlegen da sie den Hund zu erhöhter Aufmerksamkeit erziehen. Akustische Kommandos hingegen sind einleitend und auf große Entfernungen meist unverzichtbar.

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Hunde sind als Rudeltiere nicht allein lebensfähig; sie brauchen festen Halt in einer Familie = in ihrem Ersatzrudel und sie benötigen ein festgeschriebenes Reglement für alles was sie tun und lassen dürfen / sollen. Das entspricht ihrem Naturell, deswegen erwarten sie das von ihrem "Alphatier". Aber Achtung! Einen Schäferhund, einen Rottweiler oder was auch immer an großen Hunden daherkommt zu erziehen ist keine große Kunst. Bei einer kleinen "Fußhupe" mit ihren großen Kulleraugen geraten die besten Vorsätze schnell in den Topf des Vergessens! Kein Wunder, wenn man andere Gewichtsklassen gewöhnt ist - ein DSH-Welpe ist größer als ein ausgewachsener Bolonka!

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Zu den speziellen Rassemerkmalen, dem Standard, haben wir oben einige Eckdaten benannt, womit sich jeder Interessent ein ungefähres Bild des Bolonka machen kann. Wer mehr wissen möchte, findet auf den Seiten des OHFVe.V. und auch beim VDH den offiziellen RKF-Standard samt zuchtausschließender Mängelliste. Beim VDBZ e.V. gibt es einige Hinweise zur deutschen Bolonkahistorie mit ihren Irrwegen und Alleingängen. Da der Bolonka genetisch eine junge Rasse darstellt ist dessen Erscheinungsbild, der Phänotyp, breiter gefächert als bei einer jahrhundertealten Rasse wie etwa dem Deutschen Spitz. Hinzu kommt, daß geschäftstüchtige Welpenproduzenten immer wieder Bastardierungen vornehmen und die so entstandenen Welpen mit gefälschten Abstammungsnachweisen verhökert wurden und werden. Ganz typisch dafür sind z. B. kurzhaarige oder blauäugige, merlefarbene Bolonkas - ein Widerspruch in sich denn das Defektgen Merle existiert nicht in reinrassigen Bolonki. Im Übrigen gibt es nur einen Bolonka! "Bolonka franzuska" ist nur ein anderer Name für den Bologneser! Merle ist für den Bolonka der Supergau schlechthin. Das aber ficht die Hundemafia, die auch in Deutschland ihr Unwesen treibt, nicht an. Es sind schlicht und ergreifend Kriminelle denn sie betrügen gezielt und in voller Absicht mittels gefälschter Abstammungsnachweise, mit deren Hilfe eine reinrassige Zuchtlinie dem gutgläubigen Käufer vorgegaukelt wird. Das Merle-Gen ist nicht schlechthin "was buntes" sondern ein seit Jahrhunderten bekannter Effekt für Taubheit, Erblindung und andere vererbbare Defekte. Die Lokalisierung des Genortes freilich ist erst in jüngster Vergangenheit erfolgt. Das tückische an Merle ist der Umstand, daß ein Hund als Träger dieses Defektgens, ohne irgendwelche sichtbare Anzeichen, dieses an seine Nachkommen vererbt und wenn dann der Partnerhund ebenfalls offen oder verdeckt Träger des Merle-Gens ist, kommt es beim Nachwuchs zu irreparablen Kollateralschäden. Wie kann ein Welpenkäufer davor geschützt werden, so einen Bastard untergejubelt zu bekommen? Es gibt derzeit nur eine bekannte Möglichkeit: Das DNA-Gutachten eines zertifizierten Labors. Unser Verein, der OHFVe.V., pflegt seit Anbeginn eine Partnerschaft mit dem Recklinghausener Labor von Biofocus, wo von allen Bestands- und Nachzuchttieren unseres Vereins Blutproben für mind. 10 Jahre deponiert, sowie alle DNA-Profile erstellt und archiviert werden. Damit werden dann die für alle Welpen verpflichtenden Abstammungsnachweise validiert und unverlierbar den Welpenkäufern mitgegeben. Eine illegale Einkreuzung von Fremdrassen ist damit sicher ausgeschlossen denn die Blutproben bekommt auf dem Weg von der Entnahme in der Praxis bis zur Dokumentierung des DNA-Profiles in Recklinghausen bestenfalls der Kurier/Postbote in die Finger und der wird sie garantiert nicht austauschen! Die zertifizierten Abstammungsnachweise stellen sicher, daß alle von ihren Elterntieren stammenden Welpen jederzeit eindeutig denselben zuzuordnen sind. Noch eine Möglichkeit bietet das eingelagerte Blut: Bei Bedarf oder einem Verdacht kann sofort ein entsprechender Gentest auf bestimmte Erkrankungen, selbst solche, für die es zum Zeitpunkt der Blutentnahme noch keine Testmöglichkeit gab, durchgeführt werden - im Ernstfall kann der Zeitgewinn lebensrettend sein!
Der Hundefreund, der sich einen Vierbeiner zur eigenen Erbauung anschaffen will sollte sich getrost darauf verlassen können, von einem seriösen Züchter einen dem Standard entsprechenden Welpen zu bekommen. Leider ist das nicht immer der Fall denn wie es um die Seriosität eines Züchters bestellt ist, steht dem nicht auf der Stirn geschrieben. Auch gibt es eine Reihe von Vereinen, welche ohne Skrupel falsche Ahnenpässe ausstellen, für Welpen, die nie ein Zuchtwart oder qualifizierter Rassebetreuer zu Gesicht bekam. Und um das Kraut fett zu machen, werden Ahnentafeln auch skrupellos gefälscht. Ein guter Weg, um solche Reinfälle möglichst zu umgehen besteht im Besuch von Zuchtschauen und Ausstellungen. Dort kann sich der Interessent umfassend bei verschiedenen! Ausstellern informieren und auch einen Eindruck von der Arbeitsweise des ausrichtenden Vereines gewinnen. Kommt es dann zu einem Kontakt und folgendem Erwerb eines Welpen, ist aber weder Garantie auf die Championatsklasse gegeben, noch daß der Welpe später auch die Zuchttauglichkeitsprüfung mit Erfolg bestehen wird. Die Wahrscheinlichkeit steigt allerdings enorm, wenn dessen Eltern- und Großeltern entsprechende Qualitäten auf diversen Ausstellungen und Zuchtschauen unter Beweis gestellt haben. Nicht viele Hundehalter nehmen den erheblichen Aufwand in Kauf, mit ihren Lieblingen hunderte, ja tausende Kilometer durch die Lande zu reisen um dann mit einer "Blumenvase unterm Arm" - die man auch noch selbst bezahlen muß - die Heimreise anzutreten. Damit keine Mißverständnisse aufkommen: diese netten Pokale kosten nicht die Welt, in der Menge aber können diese Kosten von den ausrichtenden Vereinen nicht einfach so nebenher aufgebracht werden. Dem Hundi ist das sowieso völlig wurscht - er ist zufrieden wenn er eine solche abbekommt. Eine Wurscht also, keine Vase :-)
Die Kehrseite der Medaille: wenn alle Welpen eines Wurfes an Hundehalter gehen, die an Ausstellungen nicht interessiert sind weil sie nicht züchten wollen und auch nicht wissen möchten, wie sich gerade ihr Hund gegen eine +/- große Konkurrenz platzieren kann, erfährt der Züchter nicht, ob die Qualität der Tiere aus der jeweiligen Verpaarung seine Wünsche und Erwartungen erfüllt hat. Deswegen kann man nur die Bitte vorbringen, daß die neuen Besitzer wenigstens einmal eine Ausstellung in ihrer Nähe besuchen und ihren Hund zur ZTP anmelden. Damit helfen sie, die Rasse gesund zu erhalten, weiter zu verbessern und eventuellen negativen Trends entgegenwirken zu können. Es ist nur ein sehr geringer finanzieller Aufwand dafür zu treiben - im Gegenzug bekommt der Hundehalter viele nette Kontakte und jede Menge fachkundige Informationen; hat einen schönen, interessanten Tag verbracht und sein Liebling hat mindestens etwas dazugelernt, vielleicht auch eine neue Hundefreundschaft begonnen.
Es gibt bei den Bolonkas, genau wie bei allen anderen Rassen auch, ganz bestimmte neuralgische Punkte. Es ist Sache und Anliegen aller engagierten Züchter, durch eine gezielte Zuchtwahl diesen unerwünschten Trends entgegenzuwirken. Jeder Besitzer eines Rassehundes kann das im Interesse der Tiere aktiv unterstützen. Helfen Sie mit, den Bolonka wieder zu dem zu machen was er war, bevor gewissenlose und geldgeile Vermehrer mit ihren Qualzuchten durch wilde Bastardierungen die Rassegesundheit nachhaltig zerstört haben. Diese Leute zu stoppen ist nicht einfach denn wo der Profit diktiert gibt es weder Skrupel noch soetwas antiquiertes wie Anstand und Ehre. Wir informieren Sie ganz bewußt zu den markantesten Erbkrankheiten und haben wegen der Ungeheuerlichkeiten der Hundemafia dazu eine eigene Seite eingerichtet.

nichts
Grussbalken