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"Heiko von Hoppenstedt"

Der Name spiegelt sein ganzes Wesen absolut zutreffend wider - kein "Alter Adel" also. Herr Hoppenstedt ist ein Unikum, ziemlich anstrengend für unsereins, die wir durch unsere jahrelange Perserzucht ganz andere Mentalitäten verinnerlicht hatten. Hoppis erste Aufgabe ist es, dazusein um mit unserem Bolonkamädchen gemeinsam erwachsen zu werden. Auf diese Weise lernen die zwei Tierkinder die jeweilige "Fremdsprache" am schnellsten denn es gibt noch keine Vorbehalte auf Grund schlechter Erfahrungen, nur Neugier aufeinander. Wichtig ist, daß alle beteiligten Tiere sich untereinander als Familie verstehen und akzeptieren. Darum gibt es auch keine Affinität zu fremden Angehörigen der jeweils anderen Art. Das ist auch logisch denn diese verhalten sich mindestens reserviert oder konsterniert und dieses untypische Benehmen kennzeichnet sie sogleich als Fremdkörper und die duldet man eben nicht im selbst beanspruchten Revier.

Beginnen wir von vorne . . .

Wo kommt er her? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, wo wir ihn freigekauft haben:

 

In diesem Häuschen - wie üblich ist es anklickbar und führt an den Ursprungsort - machten wir am 24.04.2010 den "Kuhhandel" perfekt und kauften den "Heiko" frei. Er war ca. 1/2 Jahr alt, kastriert, anhänglich, verschmust von der ersten Begegnung an und von einer überschießenden Lebensfreude. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Heiko bekam dann bald einen neuen Namen, der seinem Charakter bestens entspricht, eben "Herr Hoppenstedt" - als Anleihe bei Loriot, der ganz sicher keine Einwände geltend machen würde. Hoppi, wie wir ihn meist rufen, tat von Anbeginn alles das was unsere 5 erwachsenen Perser nie taten. Das war und ist leider nicht sehr lustig denn sein Leben hängt an einem gar dünnen Faden den wir zwar mit aller Kraft versuchen zu halten doch es ist nicht ausgeschlossen, daß er uns einmal entgleitet: Hoppi ist der geborene Ausbrecher der jede noch so hohen Umzäunung einfach überklettert. Katzen tun sowas nicht! Kann man in mancherlei Katzenbüchern lesen. Leider lesen Katzen keine Bücher. Bei unseren Persern genügte es ein Stück Zaun vorzuzeigen, das hatten sie als Grenzziehung akzeptiert und gut. Hoppi ist aus anderem Holz geschnitzt, er akzeptiert grundsätzlich keine Grenzen, ist aber nicht offen widersätzlich sondern wartet geduldig auf eine Gelegenheit wo wir abgelenkt sind. Nur 15 Meter vor unserem Haus verläuft die "Rennpiste". Einst simple Dorfstraße, heute "Autobahn". Das ist die Folge des grundhaften Ausbaues. Hoppi ist uns schon des öfteren ausgebüxt, für ihn eine Art Versteckspiel denn er läßt sich ohne weiteres aufgreifen und wieder hineintragen. Er ist sich der Gefahr natürlich nicht bewußt, versteht unsere Sorge nicht. Dabei ist sein Wohlergehen für uns alle von größter Bedeutung denn Hoppenstedt ist ein ausgesprochener Tierfreund; er liebt Hunde, Katzen, Zierfische, Schildkröten und Zwergkaninchen. Auch Maikäfer, Hummeln und Vögel aller Art hat er wortwörtlich zum fressen gern. Zumindestens vermuten wir das bei letztgenannten denn sein Verhalten ist da von einem bestimmten Beuteschema geprägt. Das ist der einzige Wermutstropfen in seinem Verhalten gegenüber unseren inneren und äußeren Bewohnern.   

Hier beobachtet Hoppi ein paar juv. Schildis. Natürlich tatscht er da auch mal drauf, ist aber nie grob und wenn der Kumpel dann mit einem kurzen Tschhh Hals und Vorderbeine einfährt, ist schnell das Interesse verloren. Meistens sind die Schildis aber nicht lange "verschwunden" und bald ist es ihnen ziemlich egal was der Fellhaufen tut. Wenn sie stur auf ihn zu marschieren hopst er lieber beiseite - man weiß ja nie . . .
Unsere Bolonkahündin versteht sich mit Hoppi vom ersten beschnuppern hervorragend. Es brauchte keine zwei Tage, da lagen beide
aneinandergeschmiegt zur Siesta auf dem Sofa!
Das dritte Foto zeigt im Hintergrund unseren letzten Perserkater -
Pampelchen. Als wir beschlossen hatten, die Zucht einzustellen ließen wir ihn kastrieren und unser alter Cheffi wurde ebenso "a.D."  gestellt, genau wie die verbliebenen Damen. Wir wollten Pampelchen aber als Schmusetier bei uns behalten - weil er der Letztgeborene war. Das gab den Ausschlag für die frühe Kastration denn zwei aktive Kater im Haus gibt Probleme. Seit der Kastration hatte er eine Macke, fürchtete sich "vor seinem eigenen Schatten", also allem was fremd für ihn war. Besucher haben ihn nie zu Gesicht bekommen. Für uns hingegen war nur wichtig, daß er zu uns weiterhin eine innige Bindung behielt, ansonsten putzmunter war aber leider auch ein absoluter Einzelgänger geblieben ist. Als wir Hoppi ins Haus holten war Pampelchen bereits im 15. Lebensjahr; verhielt sich sehr reserviert gegenüber Hoppi, genau wie gegenüber Mascha. Dennoch zeigte er Interesse am Tun dieser Beiden - mit gebührendem Abstand, versteht sich. Hunde kannte er ja von Geburt an und kam problemlos mit ihnen klar aber Mascha war kein Hund, das war ein Explosivkörper :-) Naja, so sind eben Welpen auf dem Weg ins Erwachsenwerden. Und dann noch dieses undefinierbare Hoppitier - soll das etwa eine Katze sein? Boah, eine Schande für die ganze Zunft! Sowas in der Art muß Pampelchen durch den Kopf gegangen sein - im Grunde ist es nichts anderes als ein Generationenkonflikt! Er war nunmal ein älterer Herr, etwas gesetzt, mit viel Erfahrung aber mit nochmehr Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit. Da sich unsere Tiere frei im Haus bewegen dürfen, waren die Kompetenzen recht schnell geklärt: Pampelchen beanspruchte weiterhin das Obergeschoß für sich - Hoppenstedt durfte es sich im Parterre gemütlich machen und Mascha, keine Frage, ist immer dort wo wir sind. Wir schlafen im Obergeschoß :-) Es gab nie Probleme.
Auf dem vierten Bild angelt Hoppi gerade in einem unserer Zuchtbecken nach ein paar Pflanzen. Wasser übt eine enorme Anziehungskraft auf ihn aus. Das ist so selten nicht bei Katzen wie man gemeinhin glaubt. Wir hatten mal einen regelrechten Turmspringer, der extra auf ein Gerüst kletterte um sich von dort in einen unserer Schildkrötenteiche zu stürzen. Sofort haben wir ihn herausgefischt und trockengerubbelt - der kleine Tolpatsch fällt auch überall rein! Dachten wir. Kaum daß er trocken und zum weiterspielen entlassen war, platschte es erneut und wieder und wieder. So züchtet man Extremsportler! Es war ein entzückendes Katerchen, vor Pampelchen, was aber vom Wesen her alles nur nicht verschmust gewesen ist. Wir wurden überfallen und bekämpft wo immer es ging. Beim Spiel wurde er auch schonmal grob - Verwarnungen beeindruckten nur für Sekundenbruchteile - also nachtagend war "Monsterchen" wirklich nicht. Anhänglich ja, so wie er es bestimmte, aber tragen lassen, schmusen, kuscheln - das war nicht seine Welt. Leider war ihm kein langes Leben beschieden. Ein angeborener Herzfehler ließ seinen Kreislauf bei der Vorbereitung zu einer OP zusammenbrechen. Bilder haben wir von dem kleinen Kobold leider nicht, nur die, welche in unseren Gedanken für immer abgespeichert sind.

Wird fortgesetzt!

Hier nur als Vorschau noch ein paar Splitter: 

 

 

 

Grussbalken